
Liebe Leserinnen und Leser
Ich bin mal kurz weg. Nein, diesmal nicht um Zigaretten zu holen, sondern um in der Tiefe nach Perlen zu tauchen. Ihr wisst ja: Zwischen dem alten und dem neuen Jahr, zwischen 24:00 am 31.12 und 00:00 am 1.1., existiert ein Zwischenjahr. Im fehlt natürlich die Zeit, darum ist es nicht lang, sondern entsprechend tief. Ich werde also heute Abend in diese Zwischenjahrestiefen tauchen und Ausschau nach Perlen halten. Wann ich wieder auftauchen werde, steht in den Sternen. Normalerweise beginnt zwar so ein Tauchgang um 24:00 und endet um 00:00, aber oft verpasst man in der unendlichen Kürze der Zeit den zeitigen Ausstieg.
In der Zwischenzeit empfehle ich euch einen kleinen Rundgang in meiner Blogroll (siehe rechte Spalte). Dort gibt es gar viel Interessantes und Wunderliches zu lesen. Denn ich habe meine Lieblingsblogs mit Sorgfalt ausgewählt. Da ist einmal die Alaska Mom, die nicht etwa von Lachs und Bären berichtet, sondern von leckeren Cookies.
Oder der Spiegelfechter, ein kritischer Zeitgenosse aus Deutschland, oder die Japanoma, die nicht in Japan, sondern in Adliswil wohnt, einem Zürcher Vorort. Ihre besondere Beziehung zu Japan zu ergründen und die Gedankensplitter aus ihrem Leben zu lesen, ist immer wieder ein Vergnügen.
Oder wie wär’s mit Jonathans Träumen. Seine Träume zeugen von einem phantastischen Geist und zeigen zwischen den Zeilen das, was sie verbergen sollen.
Genauso spannend ist das Blog von Demoiselle Différentielle. Auch hier lohnt es sich, nicht quer, sondern in die Tiefe zu lesen. Dort wird man entdecken, wer die gescheite Demoiselle wirklich ist.
Ähnlich scheinbar ist Madame Lila, etwas weniger différentielle, dafür aber eine Messie. Ob ihr das schon jemand gesagt hat?
An dieser Stelle erachte ich es als angebracht, einmal auf den Unterschied zwischen scheinbar und anscheinend hinzuweisen. Die beiden Wörter bedeuten beileibe nicht dasselbe. Scheinbar schaut etwas aus, vom dem wir wissen, dass es nicht so ist, wie es scheint. Anscheinend zeigt sich etwas, das so zu sein scheint, wie es den Anschein erweckt.
Doch weiter mit der Blogrundschau: Die Schreiberin des Müga-Blogs heisst nicht etwa Müga. Das ist nämlich die Abkürzung für die Buchhandlung in der Münstergasse in Bern. Wie die Bloggerin wirklich heisst, weiss ich nicht. Aber sie stellt immer wieder interessante Bücher vor. Leider sind meine nie dabei. Aber Müga weiss vermutlich gar nicht, dass es mich gibt.
Dann ist da noch mein alter Freund Schakim, dessen BlueBlog von der Swisscom auch geschlossen wurde. Leider habe ich ihn bisher nicht an einem neuen Ort wiederentdeckt. Wenn ihr ihn also irgendwo in der Tiefe der Matrix findet: bitte schickt mir eine Nachricht.
Sir Joe hingegen habe ich an seinem neuen Standplatz gefunden. Ein Witzbold wie eh und je. Er hat übrigens – im Gegensatz zu mir – sein altes Blog ins neue transferiert. Wie er das gemacht hat, entzieht sich meiner Kenntnis. Vermutlich hat er es gebeamt.
Über Waldviertelleben weiss ich noch recht wenig. Nur dass das Waldviertel in Österreich liegt. Und da ich selbst zu einem Viertel Österreicher bin und den Wald liebe, mag ich dieses Blog einfach. Zumal ich bisher gar nicht wusste, dass dort ausser Weltuntergangspropheten noch andere Menschen leben. Wieso die Frau Bloggerin jedoch von sich in einem Photo nur die untere Hälfte zeigt, muss ich erst noch ergründen. Ihre übrigen Photos sind aber sehr verträumt.
Dann ist da noch meine altbekannte Blogfreundin Wildgans. Sie schreibt wunderbare Lebensgeschichten und korrigiert vermutlich alle meine Blogbeiträge. Denn sie ist Deutschlehrerin und mich haben die Lehrer ja vor Erreichen der neunten Klasse aus der Grundschule entlassen – wegen fortgesetzten Träumens.
Erwähnen muss ich auch noch Windstill, ein Wahlindianer, Hopi um genau zu sein. Auch er ist wie viele Blogger ein scheuer Schreiber und zeigt sich nur mit Sonnenbrille. Eine zeitlang hatte ich ihn in der weiten Prärie verloren. Ich bin froh, ihn wiedergefunden zu haben. Denn Windstill gehört zu denjenigen, die bei Morpheus die rote Pille gewählt haben.
Natürlich will ich auch Jesse’s Café Américain und den Wirtschaftsquerschuss nicht unerwähnt lassen. Was für ein Kontrast zu den Lügen und Manipulationsversuchen der „Experten“ und dem Geschwurbel in den Totholzmedien.
Auch der Blog Grenzwissenschaft ist empfehlenswert. So grenzwertig wie sein Name suggeriert ist er ja nicht. Dieser Blog erspart einem ein Spektrum-Abo
Zuletzt noch ein Hinweis zu Armins Geschichte auf meinem zweiten Blog: Obschon Armin – total übergeschnappt – mit seiner Maria in den Süden flüchten will, werde ich seine Affenhirn-Geschichte zu Ende schreiben. Nach meiner Rückkehr aus den Tiefen des Zwischenjahres, versteht sich.
Bis dann: Servus und gute Träume und ein krisenfestes 2010. Euer Traumperlentaucher.