Monatsarchiv: Dezember 2011

2012

In Saudi-Arabien wurde Anfang Dezember eine Frau wegen Hexerei und Zauberei enthauptet. Nichts Außergewöhnliches in diesem Land, das zu den “Freunden” der USA gehört und von diesen mit modernstem Kriegsgerät aufgerüstet wird. Es war übrigens die 79. Hinrichtung in diesem Jahr.

In den USA hat ein Bezirksgericht ein interessantes Urteil gefällt: Der Iran sei für die Terroranschläge am 11.September 2011 mitverantwortlich gewesen.

Newt Gingrich, ein republikanischer Präsidentschafts-Kandidat in den USA, hat gesagt, wenn er Präsident wäre und es die Bundesrichter mit Urteilen übertreiben würden, würde er einen Marschall schicken um sie zu verhaften.

Der italienische Ministerpräsident Mario Monti, fordert Merkel auf, den Deutschen die Vorteile des Euro zu erklären.

Vier Beispiele für Meldungen aus der Tagespresse, wie sie jeden Tag zu lesen sind. Doch wieso habe ich gerade diese vier herausgepickt?

Diese Meldungen sind Mosaiksteinchen im Weltenbild und liefern – wie viele andere auch – einen Hinweis auf den möglichen weiteren Verlauf der Geschichte.

Saudi-Arabien (1,2,3) ist ein Staat, der im tiefsten Mittelalter stecken geblieben ist. Zudem ist er die Hauptquelle für den extremen Islamismus und den damit verbundenen Terrorismus. Nur der Ölreichtum verschafft diesem, ursprünglich vom Westen geschaffenen Staat, eine moderne Kulisse. Die USA hätten dem Spaß schon längst ein Ende setzen und die Ölfelder besetzen können. Doch derzeit sind die Saudis noch nützlich. Als Basis für einen zukünftigen Krieg mit dem Iran.

Und damit sind wir bei der zweiten Meldung: Die Kriegspropaganda läuft auf Hochtouren. Diesmal fehlt ein 9/11 als Grund um in Afghanistan und in Irak einzufallen. Doch der wird sicher in den nächsten Monaten noch auftauchen. Iran ist nicht nur wegen seinem Erdöl interessant, sondern auch wegen seiner strategischen Position. Natürlich gilt es auch zu verhindern, dass der Iran in den Besitz der Atombombe gelangt. Nicht wegen Israel. Die Israelis werden hauptsächlich wegen der jüdischen Wähler in den USA hofiert. Aber wenn der Iran die Bombe hat, will sie jeder. Eine Lawine, die nicht mehr aufzuhalten ist. Es war schon ein unverzeihlicher Fehler, zuzulassen, dass Pakistan Atombomben bauen konnte. Das könnte sich eines Tages bitter rächen. Wie dem auch sei: Die Kriegsgefahr im nahen Osten und ein eventueller dritter Weltkrieg sehe ich als die größte Gefahr 2012.

Die zweitgrößte ist m.E. der Zerfall des amerikanischen Imperiums. Und damit sind wir bei der dritten Meldung. Die republikanischen Präsidentschaftskandidaten machen einem Angst. Ein Haufen halbschlauer und gefährlicher Idioten. Da ist mir noch der falsche Messias Obama lieber.

Der Zerfall der USA wird auch 2012 weitergehen, und damit der Abbau der Menschenrechte und der Demokratie und die Entwicklung hin zu einem faschistischen Polizeistaat.

Dagegen ist die Schuldenkrise in Europa ein Nasenwasser. Ob der Euro 2012 überleben wird, ist fraglich. Die Voraussetzungen sind schlecht und die richtige Lösung liegt noch nicht auf dem Tisch: Nämlich ein Verzicht der Gläubiger. Stattdessen wird versucht, Schulden mit noch mehr Schulden zu bekämpfen. Der Euro ist in der Zwischenzeit zu einer Religion geworden.

Schade, denn die Idee eines vereinten, friedlichen und demokratischen Europas scheint mir ein erstrebenswertes Ziel. Nur entfernen wir uns immer weiter davon.

Wir leben in interessanten Zeiten und 2012 wird ein entscheidendes Jahr. Wunderbare Träume und ein friedliches neues Jahr wünscht euch euer Traumperlentaucher.

Grossstadt Schweiz quo vadis?

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Unser Wohlstand beruht auf Wachstum. Das bedeutet immer mehr. Mehr von allem. Mehr Häuser, mehr Fabriken, mehr Läden, mehr Profit, mehr Menschen. Doch das Land Schweiz kann nicht mehr werden. Es ist ein kleines Land, bald eine einzige zusammenhängende Stadt-Fabrik, unfähig sich selbst zu ernähren, abhängig von seinen Nachbarn.

Doch jetzt hat die Schweiz ein Problem. Der Franken ist stark. Zu stark um weiter zu wachsen. Zu stark um immer mehr zu werden. Mehr zu exportieren, mehr Fabriken zu bauen, mehr Touristen in Hotels zu stopfen, mehr Profit für die Habenden zu erzielen.

Der Franken muss schwächer werden, rufen die Habenden. Den Habenichtsen läuft das zuwider. Sie wollen billige Waren und billige Ferien im Ausland. Eine Insel irgendwo, um den Stress in den Hamsterrädern der Großraumbüros zu vergessen. Das ist zwar bloß ein Traum, aber ein schöner.

Trotz des starken Frankens läuft die Stadt-Fabrik Schweiz noch gut. Denn die Schweizer sind fleißig. Das weiß man auch im Ausland. Darum strömen die Menschen zu uns. Reiche um sich an einem der letzten schönen Flecken, abseits der Wohnsilos, eine schöne Villa zu ergattern. Pauschal besteuert. Arme um der Misere ihrer Länder zu entfliehen. Beide sind Flüchtlinge. Erstere Steuerflüchtlinge, letztere sogenannte Wirtschaftsflüchtlinge. Mit diesen Wirtschaftsflüchtlingen weiß man nicht wohin. Denn Platz ist rar und teuer in der Stadt-Fabrik Schweiz. Und haben möchte sie keiner, mit Ausnahme derer, die von ihnen leben – den Flüchtlingsbetreuer-Unternehmen – und ein paar guten Menschen, die das Elend der Welt bedrückt.

Eigentlich müsste die Regierung dieses Problem lösen können. Aber die Schweiz wird verwaltet und nicht regiert. Gelähmt durch Konkordanz und Konsens, zieht sich die Verwaltung in unendliche Länge, immer mit der Hoffnung, dass die Probleme mit der Zeit von selbst verschwinden. Das geht, solange es gut geht. Aber es wird nicht immer gut gehen. Weitere Probleme stehen bereits an unserer Grenze, andere machen sich in unseren Köpfen breit.

Da ist einmal Europa, von dem wir ein Teil sind, auch wenn wir nicht wollen. Wir stecken mitten drin und sind mit unseren Nachbarn verwoben und verstrickt. Wir sind von ihnen abhängig. Dass sie auch von uns abhängig sind, ist eine hübsche Legende. Diese unsere Nachbarn stecken in großen Schwierigkeiten. Sie haben sich „verwirtschaftet“ und ein Kartenhaus namens Euro gebaut, das droht auseinander zu brechen. An der Basis fehlen wichtige Karten. Aber auch wir haben Kartenhäuser gebaut. Auch sie werden zusammenbrechen, wenn die der Nachbarn einstürzen. Wir spüren das, und eigentlich sollten wir es auch wissen, aber wir verdrängen es. Der Franken muss schwach sein, wir wollen mehr exportieren, mehr Profit, mehr Fabriken, Häuser, Menschen, mehr von allem.

Aber wir sind nicht nur mit Europa verbunden, sondern auch mit der ganzen Welt. Damit wir – die Habenden unter uns – immer mehr Profit einstreichen können, müssen wir in alle Welt exportieren. Möglichst mehr, als wir importieren. Waffen, Maschinen, Schokolade, Uhren, Pillen und anderer mehr oder weniger notwendiger Käse. Da aber jedes Land am liebsten mehr exportieren als importieren möchte, reicht das nicht. Darum lagern wir aus. Wir bauen Fabriken in Ländern wo die Arbeit billig ist. So können die Habenden noch mehr Profit einstreichen. Den Habenichtsen in unserem Land hilft das allerdings nichts. Aber das ist auch nicht Sinn und Zweck der Übung. Das Ganze heißt übrigens Globalisierung.

Damit die Menschen nicht zuviel Angst vor der Globalisierung haben, wurde eine andere Angst geschaffen. Denn die Menschen müssen Angst haben, damit sie spuren. So wurde das Klimagespenst geschaffen. Zeh-Oh-Zwei ist ein idealer Feind. Unsichtbar, lautlos, überall. Und so fürchten sich die Menschen vor dem schlimmen Zeh-Oh-Zwei, das die Erde immer gefährlicher macht und vergessen, dass es viel gefährlichere Dinge auf diesem Planeten gibt. Atomkraftwerke und Bomben zum Beispiel. Ja, wir nehmen dabei sogar in Kauf unser ganzes Land durch Strahlung unbewohnbar zu machen, weil ja „das Atom“ gut ist für das Zeh-Oh-Zwei. Ein AKW ist sauber und belastet die Umwelt nicht, wird gesagt. Keine Klimakatastrophen, keine Unwetter, keine Dürren, eine wunderbare Regenbogentechnologie. Das hat bis Fukushima gut funktioniert. Jetzt hofft man auf das kollektive Vergessen und Verdrängen wie nach Tschernobyl.

Aber uns geht es ja gut, obschon es inzwischen etwas eng geworden ist, in unserem kleinen Land.  Dazu haben auch unsere Banken viel beigetragen. Ursprünglich war das ja ein todlangweiliges Geschäft. Man nimmt Geld zu tiefen Zinsen entgegen und verleiht es zu höheren Zinsen. Inzwischen ist daraus ein spannendes Business geworden. Nicht wegen dem Geld von Diktatoren, Mafiosi und Steuerflüchtlingen die nicht in die Schweiz zügeln wollten. Das war nur eine Zwischenstufe. Nein, wegen der fabelhaften Idee, nicht nur Geld entgegen zunehmen und zu verleihen, sondern selber Produkte herzustellen wie es eine Fabrik tut. Finanzprodukte heißen die Dinger und bestehen im wesentlichen aus Einser und Nullen irgendwo auf einer Festplatte in den Tiefen der “Finanzindustrie”. Das war die nächste Stufe. Damit konnte man so richtig reich werden, mit fetten Jachten, goldenen Krawattennadeln und hübschen Villen jenseits der Wohnsilos. Aber um nicht nur reich zu werden, sondern zu den Meistern des Universums aufzusteigen, brauchte es noch die letzte Stufe. Wieso sollte man sich noch mit den Habenichtsen und ihren Häusern und Fabriken herum plagen, wenn man ein eigens Universum schaffen konnte? So begannen die Banken selbst Geld herzustellen, indem man unter sich die Produkte handelte, immer neu verpackte, bündelte und versicherte. Losgelöst von der realen Welt, in einem eigenen Universum, wo nur die eigene Fantasie die Grenze war.

Dumm nur, dass im Universum alles mit allem verbunden und verflochten ist. Dumm nur, dass jetzt die Länder wahnwitzige Schulden bei ein paar wahnwitzig reichen Leuten haben. Und da letztere nicht auf ihre Einsen und Nullen auf einer Festplatte verzichten wollen, sollen die Habenichtse blechen. Eigentlich könnte man ja alle Festplatten löschen und das Schuldenproblem wäre gelöst. Doch dann würde die Welt zusammenbrechen, würden die Fabriken aufhören zu produzieren und die Stromwerke keinen Strom mehr liefern, die Bauern ihre Felder nicht mehr bestellen, behaupten die Banken. Das macht den Politikern Angst. Denn dann würden sie von den enttäuschten Menschen zu Hause „besucht“. Ein Dilemma. Gott sei Dank gibt es da noch das Zeh-Oh-Zwei und den Fußball. Denn wenn die Menschen wüssten, was wirklich los ist, wäre der Teufel los. Und Gott sei Dank gibt es das Fernsehen. In der Geschichte gab es, außer den Religionen, bisher kein besseres Instrument die Menschen zu manipulieren.

Leider bin ich etwas vom Thema abgekommen. Eigentlich wollte ich erzählen, wie es mit der Schweiz weitergehen könnte, 2012 und danach. Doch davon das nächste Mal.

Träumt ruhig weiter. Euer Traumperlentaucher

Weihnachtsmärchen

Nicht nur Märchenonkel Wulff, seines Zeichens Bundespräsident von Deutschland, erzählt schöne Geschichten, auch anderswo in Deutschland werden Märchen aufgetischt, die einem Baron von Münchhausen alle Ehre machen. Damit meine ich jetzt nicht den Plagöri mit seinem ergoogelten Doktortitel. Es gibt wesentlich Spannenderes. Zum Beispiel den Frachter Thor Liberty, der zurzeit im finnischen Hafen Kotka festsitzt und zwangsweise entladen wird. Das Schiff hatte angeblich 69, als Feuerwerkskörper deklarierte Patriot-Raketen an Bord. Diese sollten von Deutschland nach Südkorea geliefert werden. Die deutschen Behörden beteuerten umgehend ihre Unschuld: Südkorea sei für den Transport verantwortlich und sie hätten nichts mehr mit den Raketen zu tun. Dummerweise hatte das Schiff noch 160 Tonnen Sprengstoff an Bord, von denen niemand etwas wissen will. Und dann sei es noch ohne Seekarten im baltischen Meer herum geirrt.

Das erinnert mich an die Geisterfahrt des russischen Schiffes Arctic Sea. In der baltischen See angeblich von Piraten gekapert, dann spurlos verschwunden, von Geheimdiensten gejagt und schließlich von einem russischen Kriegsschiff heimgeholt und angeblich nur Holz an Bord. Das Schiff gehörte übrigens einer finnischen Reederei.

Das Märchen der Thor Liberty erinnert mich auch an eine andere wundersame Geschichte. Zum Beispiel an die zwei Japaner, welche vom italienischen Zoll bei Chiasso geschnappt wurden – mit 134 Milliarden Dollar an amerikanischen Staatsanleihen.

Oder von den mexikanischen Drogendealern, die angeblich vom Iran angeheuert wurden um in den USA einen saudischen Prinzen umzubringen. Die Welt ist voll von Märchen aller Art. Man braucht nur die Zeitung zu lesen oder fern zu sehen.

Weder von den Japanern, noch von der Arctic Sea hat man je gehört, wie die Geschichte wirklich ausgegangen ist. Das wird bei der Thor Liberty nicht anders sein.

Eigentlich schade, denn ich liebe Märchen.

Friedliche Festtage, Euer Traumperlentaucher.

Sanatorium Europa

Während die SVP in der Schweiz das schwarze Schaf Zuppel als Bundesrat unterjubeln wollte und in Amerika der Senat beschloss, dass jeder ohne Gerichtsverhandlung auf unbestimmte Zeit eingesperrt werden kann, der terrorverdächtig ist, fand in Europa wieder einmal ein Euro-Krisengipfel statt. Beschlossen wurde eigentlich nichts konkretes, es gab bloß Absichtserklärungen. Dafür hat die EU jetzt einen richtigen Sündenbock, der in Zukunft für alles Ungemach verantwortlich gemacht werden kann.

Nein, ausnahmsweise ist es nicht die Schweiz, sondern England, und zwar in Person seines Premiers Cameron. Was muss man in der deutschen Staatspresse nicht alles über den armen Tropf lesen: Er sei ein Feigling, schreibt zum Beispiel der Spiegel. Dabei hatte der Mann Mut, Nein zu sagen! Und Zar Kotzy verweigert ihm sogar den Handschlag.

Ist halt Weihnachtszeit, da hyperventilieren sowieso alle.

Um den Euro zu retten, meinen die Damen und Herren Politiker, brauche es nicht nur jede Menge Rettungsschirme und Hebel, sondern auch mehr Haushaltsdisziplin. Wer sich nicht daran halte, der müsse sanktioniert werden. Wieso nur kommt mir das alles so bekannt vor? Wie viele Regeln hat die EU schon aufgestellt um sie dann wieder zu brechen?

Auch diesmal wird es nicht zu halten sein. Dummerweise wird es als nächstes Deutschland treffen. Dazu braucht es nur eine weltweite Rezession. Und die zeichnet sich bereits am Horizont ab. China beginnt der Schnauf auszugehen, in Europa wird gerade wegen der Sparpläne eine Rezession unvermeidlich sein,  und die Amerikaner haben sowieso nur noch Geld für ihre Kriege. Dann ist plötzlich Schluss mit dem Export. Wer will dann noch die Benzen und Beämwehs kaufen? Wer will und kann noch in neue Maschinen investieren? Mit Gratis-U-Booten für die Israelis ist es ja nicht gemacht!

Wenn in Deutschland die Exporte einbrechen, geht in Europa das Licht aus. Ohne solventen Zahlmeister fällt das Schuldengebäude zusammen wie ein Kartenhaus. Ich fürchte, das wird nächstes Jahr passieren.

Schöne heilige Zeit. Euer Traumperlentaucher

Wie wir den Euro retten können

Ich frage mich, wieso bisher keiner darauf gekommen ist, weder Merkozy, noch der SSchäuble, noch der neue italienische Zentralbanker mit dem Galgenvogelgesicht. Wir machen aus Europa einfach eine einzige grosse Bank. Anstatt Steuern zu zahlen, bekommen wir zu Weihnachten alle einen Bonus, und an Ostern Ostergeld. Dann führen wir  den West- und den Osteuro und den Neuro ein. Für die Südländer gibt es den Seuro, unterlegt mit Katzengold, versteht sich. Zum Einkaufen im Supermarkt bekommt jeder Bürger einen kleinen praktischen Hebel. Damit kann er das Münz in seinem Portemonnaie verzehnfachen, sollte es einmal nicht reichen.

Die Europäische Zentralbank braucht kein Schwein, wir verwandeln sie in das Institut für Zahlungslosen Verkehr IZV. Doch ohne flanierende Massnahmen geht es nicht: Eine neue EU-Verfassung muss her. Mit einer katzengoldenen Regel pro Wochentag:

  1. Das oberste Organ der Deutschen Demokratischen Europa Union DDEU ist der Permanente Krisengipfel PK
  2. Anstelle der verbotenen Volksabstimmungen wird auf allen Fernsehkanälen jeweils Samstagabend die Sendung Bankrun gezeigt: wer rennt am schnellsten zur nächsten Bank. Gefolgt von der Sendung Europa sucht den SuperEuro, ESDSE.  Sonntags heisst es dann: „Wer druckt am schnellsten. Für den Rest der Woche wird dann auf Sparprogramm geschaltet. Dafür werden alle Ferseher mit der neuen Sparröhre ausgerüstet.
  3. Die EU bekommt ein schärferes Durchgriffsrecht auf die Haushalte aller Familien. Die dafür notwendigen 3 Millionen zusätzlicher EU-Beamte bedingen den Bau von Neubrüssel auf El Hierro und werden die Wirtschaft turbomässig ankurbeln.
  4. Anstelle einer Schuldenbremse wird eine Spassbremse eingeführt. Wer sein Geld nicht zeitgerecht ausgibt, dem wird seine wöchentliche Spassration gekürzt.
  5.  Der private Goldbesitz wird bei Strafe verboten, Katzengold eingeschlossen. Dafür wird der Kauf von Schrottbonds Pflicht. Sie sind beim lokalen Recycler erhältlich.
  6. Nach dem erweiterten Volkshetzer-Gesetz werden folgende Wörter verboten: Schulden, Bankrott, Pleite, Depression, Inflation, Deflation…usw. Eine vollständige Liste findet man im Europäischen Demokratischen Volksbüchlein EDV, das an jeden Bürger drei Tage nach Geburt zum Selbstkostenpreis abgegeben wird.
  7. Einmal im Monat findet der Wettbewerb „Ich habe nichts zu verbergen“ statt. Darin wird der „Gläserne Bürger“ des Monats gewählt. Dem Gewinner winkt eine lebenslange Rente, freier Zugang ins Europäische Internet und Freibier bis ans Lebensende.
  8. Es ist Pflicht jedes EU-Bürgers, einmal im Leben nach Brüssel zu pilgern und dort drei Ost- West- oder Neuro in den Brunnen Barroso zu werfen (Keine Seuro bitte!). Seine Tiefe soll unergründlich sein.

….huch, das sind ja acht und nicht sieben Artikel! Ach ja, die EU wird ja einen zusätzlichen Wochentag einführen, den Framstag. Er wird für alle frei sein, dafür wird neu am Samstagmorgen gearbeitet.

…aber da kommt mir gerade in den Sinn, dass ich ja kein Eurobürger bin. Abgesehen von einem Viertel Österreicher. Ach wie schad.

Euer Eurotraumperlentaucher. Ich wünsch euch eine affenmegatittengeile Woche und empfehle vorsichtshalber einen Hut aus Alufolie zu tragen.