Wenn Ihr Eure Augen nicht gebraucht, um zu sehen, werdet Ihr sie brauchen, um zu weinen.
Jean Paul Sartre
Das gilt nicht nur für die Wirklichkeit, sondern auch für unsere Träume. Sie sind mehr als Kopfkino, das unser Gehirn erfindet, damit uns im Schlaf nicht langweilig wird, mehr als eine Karikatur unseres Lebens. Es lohnt sich, auf unsere Träume zu achten und sie zu ergründen.
Traumdeutung kann eine Möglichkeit sein, doch Träume richten sich nicht immer nach Rezepten, die andere erfinden, bzw. zu finden glauben. Was können Außenstehende schon über unsere Träume wissen, ohne unsere Wirklichkeit zu kennen?
Träume, so scheint uns, verarbeiten diese alltägliche Wirklichkeit: Probleme, die uns beschäftigen, oder auch nicht, weil wir sie unbewusst verdrängen, Erlebnisse, die unser Leben prägen.
Doch Träume können noch viel mehr:
Träume können uns Wünsche offenbaren, die wir nicht zu wünschen wagen. Träume können uns beraten, sie können uns sagen, was wir tun und lassen sollen. Sie können Dinge aus der Vergangenheit holen, die wir schon längst vergessen haben und sie können auch weit in die Zukunft blicken.
Natürlich sind sie auch Wächter unseres Schlafs. Sie wecken uns mit drängenden Bildern, wenn die Atmung flach wird, aussetzt und nicht wieder anspringen will, sie wecken uns, wenn Gefahr droht.
Vielen sind Träume lästig. Schon der Schlaf ist uns Gestressten eine unwillkommene Unterbrechung unseres überfüllten Lebens. Da haben Träume nichts zu suchen.
Dabei ist Schlaf nicht eine Voraussetzung zum Träumen. Wer den Trick herausgefunden hat, kann auch tagsüber ohne einzuschlafen die Tür in jenseitige Welten aufstoßen und das Labyrinth der Träume betreten. Er wird dann erkennen, dass unsere Träume immer da sind und uns überallhin begleiten. Und schließlich wird er zu einem Traumwandler.
Für Außenstehende meistens kein wünschenswerter Zustand. Er mache das Leben schwer, heißt es.
Auch wenn’s heute trüb ist: Regen bedeutet Leben und er erleichtert dem Bürolisten die Arbeit. Euer Traumregentaucher
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